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Ein Trainingslager im Fußball ist für viele Jugendspieler ein Höhepunkt des Jahres und ein guter Start in die neue Saison. Für Trainer und Betreuer bringt es zusätzliche Verantwortung mit sich: Neben Training und Ablauf geht es um die Aufsicht über minderjährige Spieler, ein passendes Betreuerteam und die Abstimmung mit den Eltern.
In diesem Leitfaden zeigen wir dir, worauf es bei der Organisation für ein Fußballtrainingslager in der Jugend ankommt – basierend auf mehr als 20 Jahren Erfahrung und zahlreichen Trainingslagern mit Jugendmannschaften. Je klarer Zuständigkeiten und Regeln vor der Abreise geklärt sind, desto mehr Zeit bleibt vor Ort für Fußball und gemeinsame Erlebnisse.
Mit der Organisation eines Jugend-Trainingslagers solltest du möglichst früh beginnen, idealerweise mehrere Monate vor dem geplanten Termin. Ist das Trainingslager Teil der Saisonvorbereitung, fällt es häufig in die Schulferien. Eltern brauchen Zeit für Kosten und Urlaubsplanung, Betreuer müssen sich den Zeitraum freihalten. Aus unserer Erfahrung bewährt es sich deshalb, Termin und Kosten schon in der ersten Elterninformation zu nennen.
Die Organisation eines Fußballtrainingslagers für die Jugend folgt denselben Grundschritten wie Planung und Vorbereitung bei Erwachsenenteams und wird um einige jugendspezifische Aufgaben ergänzt.
Zentrale Organisationsschritte:
Während des Trainingslagers übertragen die Eltern die Aufsicht über ihre Kinder an den Verein und das Betreuerteam. Wie eng die Aufsicht sein muss, hängt vom Alter und von der Situation ab: Eine U11 braucht eine engere Begleitung als eine U18.
Bewährte Regeln aus der Praxis:
Orientierung geben die Jugendschutzgesetze der Bundesländer, im Ausland gelten zusätzlich die Regeln des Gastlandes. Die Details zur Aufsicht regeln Vereine und Verbände unterschiedlich. Wir empfehlen dir, die Vorgaben deines Vereins oder Landesverbands vorab zu prüfen.
Eine allgemein verbindliche Zahl gibt es nicht. Wie viele Betreuer ihr braucht, hängt vom Alter der Spieler, der Gruppengröße und den Gegebenheiten vor Ort ab.
Aus unserer Erfahrung haben sich diese Grundsätze bewährt:
Viele Vereine und Verbände verlangen von Nachwuchsbetreuern außerdem eine Strafregisterbescheinigung „Kinder- und Jugendfürsorge“. Kläre frühzeitig, welche Vorgaben bei euch gelten.
Eltern möchten wissen, wo ihr Kind ist, wer sich kümmert und wie sie im Notfall jemanden erreichen. Bewährt hat sich ein Elternabend oder ein ausführlicher Elternbrief.
Diese Inhalte gehören hinein:
Von den Eltern brauchst du vor der Abreise:
Ein klarer Tagesablauf gibt Jugendlichen Orientierung und Betreuern Sicherheit. So kann ein Trainingstag aussehen:
| Uhrzeit | Programmpunkt |
| 07:30 | Wecken |
| 08:00 | Frühstück |
| 09:30-11:00 | Erste Trainingseinheit |
| 12:00 | Mittagessen |
| 13:00-15:00 | Mittagsruhe und Freizeit |
| 15:30-17:00 | Zweite Trainingseinheit |
| 18:30 | Abendessen |
| 19:30 | Teamabend, Spiele oder Videoanalyse |
| 22:00 | Nachtruhe, je nach Alter auch früher oder später |
Unser Trainingslager-Tipp: Halte gerade bei jüngeren Spielern die Mittagsruhe ein und plane das Programm nicht zu voll. Wie du Tagespläne vorbereitest, erklären wir im Leitfaden zur Trainingslager-Vorbereitung.
Für den Nachwuchs ist ein Trainingslager eine der wenigen Gelegenheiten, mehrere Tage am Stück als Team zu verbringen. Das stärkt die Gemeinschaft und hilft der Mannschaft, für die kommende Saison zusammenzuwachsen.
Bewährt haben sich Teamabende mit Spielen oder einem Quiz, Gruppeneinteilungen abseits der gewohnten Freundeskreise und ein gemeinsamer Ausflug in der Region. Neben dem Sport bleibt so Zeit für Erlebnisse, an die sich die Spieler gern erinnern. Mehr dazu findest du auf unserer Seite zu den Trainingslager-Zielen.
Vor der Buchung:
Vor der Abreise:
Vor Ort:
Bei Jugendmannschaften zählt das Gesamtpaket vor Ort mehr als eine exklusive Destination: kurze Wege, eine Unterkunft mit Erfahrung mit Jugendgruppen, ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis und Beschäftigung zwischen den Einheiten.
Im Sommer bleiben viele Nachwuchsteams, die wir betreuen, bewusst im eigenen Land. Österreich bietet kurze Anreisewege und gute Trainingsbedingungen, etwa in Tirol, Salzburg oder im Burgenland. Ebenfalls gut erreichbar sind Ungarn mit Westungarn und dem Plattensee sowie Slowenien. Je nach Ausgangsort kommen auch Tschechien oder Istrien in Kroatien infrage.
Mehr dazu in unserem Magazinbeitrag Sommer-Trainingslager: Die besten Ziele für Teams aus Österreich, im Beitrag Trainingslager mit Jugendmannschaften: Worauf es wirklich ankommt und in unseren Bestsellern für Jugendmannschaften.
Häufige Fehler sind eine zu späte Information der Eltern, ein zu kleines Betreuerteam ohne Vertretung und unklare Regeln für die Zeit außerhalb des Trainings. Dazu kommen fehlende Einverständniserklärungen und ein zu volles Programm ohne Erholungsphasen. Viele dieser Fehler lassen sich durch eine frühzeitige und strukturierte Organisation vermeiden.
Meist übernehmen Nachwuchstrainer und Betreuer die Organisation, oft gemeinsam mit der Nachwuchsleitung im Verein. Du musst das aber nicht allein stemmen: Wir unterstützen dich von der Auswahl einer jugendgerechten Unterkunft über die Abstimmung mit Hotel und Sportanlage bis zu Fragen rund um den Ablauf vor Ort. Mit mehr als 300 Standorten in ganz Europa finden wir gemeinsam ein Ziel, das zu eurer Mannschaft passt. Als Partner des Oberösterreichischen Fußballverbands kennen wir auch die Anforderungen österreichischer Vereine.
Hier geht es zur persönlichen Beratung für euer Jugend-Trainingslager.
Entscheidend sind weniger das Alter als die Selbstständigkeit der Spieler und ihre Erfahrung mit Übernachtungen ohne Eltern. Viele Vereine starten mit mehrtägigen Fahrten etwa ab der U12 oder U13. Für jüngere Jahrgänge bietet sich ein kürzeres Format an, zum Beispiel ein verlängertes Wochenende mit kurzer Anreise.
Bewährt haben sich ein verlängertes Wochenende mit vier Tagen oder eine ganze Woche. Für jüngere Spieler und kurze Anreisen reichen oft vier Tage, für ältere Jahrgänge und weiter entfernte Ziele lohnt sich eher eine Woche. Den ausführlichen Vergleich findest du in unserem Magazinbeitrag Trainingslagerplanung – welche Dauer passt zu deinem Team?
Die Kosten hängen vor allem von Reiseziel, Dauer, Unterkunft und Anreise ab. Bei Jugendmannschaften teilen sich meist Verein und Eltern die Kosten. Förderungen von Gemeinde oder Land, Sponsoren oder gemeinsame Aktionen wie ein Kuchenverkauf können den Eigenanteil pro Spieler senken. Beispielpreise und Tipps zur Finanzierung findest du auf unserer Seite zum Trainingslager-Budget.
Eine allgemein verbindliche Zahl gibt es nicht. Aus unserer Erfahrung sollten es auch bei kleinen Gruppen mindestens zwei Betreuer sein, damit im Notfall immer jemand bei der Mannschaft bleibt. Je jünger die Spieler sind, desto mehr Betreuer solltest du einplanen.
Das hängt von den Vorgaben deines Vereins, Landesverbands und Bundeslands ab. Viele Vereine verlangen sie von allen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, und manche Förderstellen setzen sie voraus. Beantragt wird sie persönlich, zusammen mit einer Bestätigung des Vereins. Für ehrenamtlich Tätige ist sie kostenlos.
In mehreren Bundesländern sind die von Dach- und Fachverbänden gemeldeten Mitglieder über eine Landes-Sportversicherung abgesichert. Welche Leistungen genau abgedeckt sind, klärst du am besten vorab mit deinem Verein. Auf der Rückseite der e-card befindet sich die Europäische Krankenversicherungskarte für Reisen innerhalb der EU. Bei Zielen außerhalb der EU, zum Beispiel in der Türkei, solltest du zusätzlich eine Reiseversicherung prüfen.
Jeder Spieler braucht einen eigenen gültigen Reisepass oder Personalausweis. Für Auslandsreisen im Rahmen eines Vereins empfiehlt die Österreichische Notariatskammer zusätzlich eine schriftliche Einverständniserklärung der Obsorgeberechtigten, eine sogenannte Reisevollmacht. Muster dafür bietet zum Beispiel der ÖAMTC an. Die aktuellen Einreisebestimmungen findest du in den Reiseinformationen des Außenministeriums.
Ins Gepäck gehören Fußballschuhe für den jeweiligen Platzbelag, Schienbeinschoner, ausreichend Trainingskleidung und eine Regenjacke. Dazu kommen Badesachen, Sonnenschutz, eine Trinkflasche, Hausschuhe und ein Kulturbeutel. Ausweis, e-card und eigene Medikamente sollten Spieler griffbereit haben oder beim Betreuer abgeben.
In den meisten Jugend-Trainingslagern hat sich ein Rhythmus mit zwei Einheiten pro Tag bewährt. Bei jüngeren Spielern sollten die Einheiten kürzer sein und mehr Spielformen enthalten. Genauso wichtig sind ausreichend Pausen und eine feste Mittagsruhe.
Bewährt haben sich feste Handyzeiten, zum Beispiel nach dem Mittagessen und am Abend. Viele Teams sammeln die Handys zur Nachtruhe ein. Wichtig ist, die Regeln vorab mit Spielern und Eltern zu besprechen, damit alle wissen, wann die Kinder erreichbar sind.
Das hängt vom Alter und von den Absprachen mit den Eltern ab. Bei älteren Jahrgängen hat sich Ausgang in kleinen Gruppen mit fester Rückkehrzeit bewährt. Jüngere Spieler sind am besten in Begleitung eines Betreuers unterwegs. Beachte dabei auch die Ausgehzeiten im Jugendschutzgesetz und im Ausland die Regeln des Gastlandes.
Gerade bei jüngeren Spielern kommt Heimweh vor, vor allem am ersten Abend. Hilfreich sind ein gut gefüllter Tagesablauf, eine feste Ansprechperson im Betreuerteam und kurze Telefonate zu festen Zeiten. Oft hilft es auch, wenn Freunde aus dem Team im selben Zimmer schlafen.
Suche schon vor der Abreise Notfallnummern, die nächste Arztpraxis und das nächste Krankenhaus am Zielort heraus. Halte die Gesundheitsangaben aller Spieler griffbereit und informiere bei einer Verletzung oder Erkrankung umgehend die Eltern. Medikamente gibst du nur nach vorheriger Absprache mit den Eltern.
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